Die Kunst des Handschuh machens

 

Es gibt nichts Modernes an der Art und Weise wie TR Handschuhe gemacht werden. Die Ingredienzien sind: die alten Grundschablonen seines Vaters aus den 60er Jahren, hundert Jahre alte Nähmaschinen und Werkzeuge und die handwerklichen Fertigkeiten von zumeist älteren Mitarbeitern, die schon seit mehr als vierzig Jahren ihr Handwerk ausüben.

Die eingesetzten Leder werden sorgfältig ausgesucht und stammen von einigen der besten Gerbereien in Österreich, Schweiz, Deutschland, Finnland und Frankreich. Mit einer österreichischen Gerberei hat Thomas Riemer in dreijähriger Zusammenarbeit ein zweifärbiges Ziegenleder entwickelt, welches auf der Narbenseite eine andere Farbe wie auf der Fleischseite zeigt. Handgenähte, oft mit mehrfarbigem Garn genähte, bicolore Ziegenleder - Handschuhe zählen zu den weithin wahrgenommenen Highlights von TR Handschuhe.

In der ungarischen Werkstatt werden die Häute über Nacht gewässert und danach ausgespannt. Ein gut passender Handschuh muss die richtige Länge und Weite haben. Während des Tragens darf er sich nur in der Weite dehnen, aber nicht in die Länge und soll sich sanft der Handform des Trägers anpassen. Nur ein erfahrener Zuschneider kann den Charakter und die Zugrichtung des Leders richtig beurteilen und über das rechte Maß an Wässerung und Dehnung entscheiden, um dann perfekt zuzuschneiden.

Nach dem Rohzuschnitt mit der Schere wird die genaue Position der jeweiligen Modelschablone angezeichnet und dann ausgestanzt oder von Hand ausgeschnitten. Die Stepperin näht die Teile anschließend mit einer Nähmaschine zusammen. Sind die Handschuhe gefüttert, wird das Futter nur am umgestülpten Handschuh an den Fingerspitzen und am Handgelenk angenäht. Als letzter Arbeitsgang werden die Handschuhe sorgfältig gebügelt und verpackt.  

Handgenähte Handschuhe werden in gleicherweise hergestellt, mit einer Ausnahme: nach dem Zuschnitt gehen die Teile an eine, von einem Dutzend, Handnäherinnen, die als Heimarbeiterinnen diese Arbeit ausführen. Sie sind die Damen mit den goldenen Händen, die das Leder meisterlich und mit Präzision, ohne Vorstechen oder Vorzeichnen, von Hand zu nähen verstehen. Verständlich, dass auch eine erfahrene Handnäherin nicht mehr als drei Paar Handschuhe am Tag nähen kann.